SKOTTI - eine 'schwanzlose' Geschichte

14/05/2018

Eigentlich ist im Laufe der Jahre alles über mich gesagt worden. Wer also meine Geschichte von Anfang an verfolgt hat, ist voll im Bild: 

Ins Tierheim kam ich als Fundkatze, bereits ohne Schwanz - daher mein Name: eine Verniedlichung des isländischen Wortes für einen tierischen Schwanz, das heisst nämlich 'skott'! Am Tag drauf wurde ich tatsächlich am Fundort als vermisst gemeldet, aber auf Nachfrage war ich angeblich doch nicht der vermisste schwarze schwanzlose Kater... war da jemand froh, dass ich gut im Tierheim gelandet war? Immerhin war ich auf Grund meines beschädigte Schliessmuskels nicht mehr sauber, aber das wusste zu dem Zeitpunkt noch niemand im Tierheim... es dauerte etwas länger den Grund herauszufinden (ein amputierter Schwanz alleine ist noch kein Grund für Unsauberkeit - der Schliessmuskel ist aber kombiniert mit dem allerersten Knöchlein, das aus dem Rückgrat der Beginn vom Schwanz ist; üblicherweise wird erst danach amputiert). Und da liegt das Problem: der Schliessmuskel ist beschädigt, also nur teilweise funktionstüchtig. So landete ich bei Kackrosch, der ja auch wegen Durchfallproblemen ncht sauber ist und daher Spezialfutter bekommt, damit sein Durchfall in Grenzen bleibt. Wir verstehen uns blendend: Brüder im Geiste! Wir beide mögen Kinder + Hunde und Menschen sowieso, aber auch Freilauf und das macht unsere (theoretische) Vermittlung so schwierig. Die Lösung (zu mindestens zur Minimierung unseres Durchfallproblems): nur durchfallhemmendes Spezialfutter (Royal Canin Fibre Response brachte nach vielen Versuchen den besten Erfolg, das fressen wir beide nun schon mehr wie ein Jahr), sowie kontrollierter Freilauf = abgezäunt, damit wir nicht beim Nachbarn 'fremd'fressen. Im Gegensatz zum süssen, immer lieben (+ langweiligem?) Kackfrosch, bin ich aufdringlich und verteile 'Liebesbisse', ausserdem habe ich meine Krallen nicht unter Kontrolle. Beides ist nie bösartig, dennoch schmerzhaft. Manchen Menschen gefällt das, aber andere finden's abschrecken und haben regelrecht Angst oder doch zumindesten Respekt vor mir und halten Abstand.