Ein Kätzchen - wie süüüß ...!!!

07/04/2020

Voll erwischt – genau das ist die Reaktion, die Mutter Natur vorgesehen hat. Baby-Schema nennt sich das und weckt sogleich Beschützerinstinkte.

Die Baby-Katzen, die ihren Weg ins Tierheim finden, müssen zumindestens so groß/alt sein, daß sie selbstständig fressen (ab etwa der 5.-6. Lebenswoche), da wir sie nicht rund um die Uhr füttern können. Falls die Minis noch nicht fressen, helfen uns die Flaschenmamas. Das sind Privatpersonen, die ihre Zeit opfern, alle 3-4 Stunden eine überschaubare Zahl hungriger Katzenmäulchen mit der Milch-Flasche zu füttern. Die Kleinen bleiben dann bis zu ihrer entgültigen Vermittlung in ihrer Obhut.

Falls Mama-Katze dabei ist, können wir im Tierheim auch jüngere Babies aufnehmen, denn Mama versorgt ihren Nachwuchs mit allem Nötigen.

Wie und warum landen eigentlich einzelne Babies im Tierheim? Recht simpel...! Die Kleinen haben noch keinen Orientierungssinn. Wenn also Mama mit ihren Halbwüchsigen einen Spaziergang macht und ein Kätzchen neugierig stehenbleibt, sind alle andren weg und das Kleine wird zum Findelkind und findet sich möglicherweise im Tierheim wieder.

Manchmal holt sich ein Zweibeiner ein Baby von irgendwo und wenn das Zusammenleben –aus welchen Gründen auch immer- nicht funktioniert,  haben wir ein Kätzchen mehr...

Kleine Katzen wachsen in einer Gemeinschaft mit Geschwistern auf und die Instinkte werden durch das Zusammenleben geweckt und gefestigt. Daher gibt es bei uns Katzenbabies nur im Doppelpack. Sie beschäftigen sich u.a. mit sich selber und nicht mit Euren Vorhängen! Labile, alleinaufwachsende Katzen könn(t)en zu ‚Terroristen‘ mutieren – sie kennen keine Grenzen bei Kratzen und Beißen, die ihnen im Spiel mit den Geschwistern im wahrsten Sinne 'spielend' beigebracht werden. 

Diesbezüglich lassen wir nicht mit uns diskutieren! Wer also unbedingt nur ein einziges Katzenkind bei sich aufnehmen möchte, muss sich woanders umsehen. Sicher gibt es unzählige Bespiele, wo ein alleinaufwachsendes Kätzchen problemlos groß geworden ist; jedoch gibt es ebenfalls verhaltensgestörte Katzen, die dann als unvermittelbare Erwachsene zu uns zurückkommen...

PS: die beiden Mini's vom Foto (aus 2018) sind längst erwachsen und haben gemeinsam ein Zuhause gefunden.