„MAMA...PAPA...ICH HÄTTE SO GERN EIN HAUSTIER!“

10/08/2020

Irgendwann einmal werden die meisten Eltern mit diesem Satz aus Kindesmund konfrontiert. Dann gilt es herauszufinden, wie lang- oder kurzfristig dieser Wunsch ist. Haben die Kids einen Tierfilm gesehen; heile Welt à la Hollywood? (Der Verkauf von Clownfischen stieg enorm, nachdem der Disney-Zeichentrickfilm Nemo in die Kinos kam). Oder gibt es im Haushalt der Freunde Tiere?

Macht Euch und besonders dem Nachwuchs bewusst, dass es sich bei einem Haustier um ein Lebewesen handelt, das man nicht in die Ecke setzen kann, wenn die Lust am Neuen vergangen ist. Ein Lebewesen bedeutet Verantwortung – ein (Tier)-Leben lang! Je jünger das Tier ist, umso länger! Das kann auch mal lästig sein oder anstrengend.

Was überhaupt kommt in Frage? Kleine Nagetiere (Mäuse, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen & Co.) sind zumeist nachtaktiv – da schlafen wir Menschen üblicherweise, besonders die Kleinen. Was in Terrarium oder Aquarium lebt, ist pflege-intensiv und bewegungsarm. So ein knuddeliges Fellbündel ist da viel knuffiger. Aber ein Hund braucht viel Zeit, Regelmäßigkeit und Präsenz, das ist oftmals nicht realisierbar im geschäftigen Alltag. Eine Miezekatze ist da einfacher im Handling – die macht ihr eigenes Ding, braucht ‚nur‘ Futter und ein sauberes Klo.

Liebe Eltern: macht Euch nichts vor! Der Enthusiasmus Eurer Kinder lässt höchstwahrscheinlich irgendwann nach und es bleibt alles an Euch hängen! Ihr wollt doch nicht mit dem negativen Beispiel vorangehen und zeigen, wie man ein Tier vernachlässigt... – das würdet Ihr im Normalfall mit Euren Kindern ja auch nicht machen!

Ja, es ist schön und für den sozialen Umgang auch wichtig, dass Kinder mit Tieren groß werden und etwas über Verantwortung lernen.

Aber seid Euch bewusst: der letztendlich Verantwortlichen seid Ihr! Aus Kindern werden Jugendliche mit den ihnen typischen Interessen und irgendwann sind sie aus dem Haus, aber die ehemalige Babymieze(n) sind immer noch da und inzwischen möglicherweise Katzensenioren.

In freier Natur werden Katzen circa 12-14 Jahre alt, aber Dank heutiger Veterinärsmedizin werden unsere Sofatiger gerne 18-20 Jahre alt. Und die älteste Katze, die im Guinessbuch der Rekorde vermerkt ist, wurde 36 Jahre!!!

Entscheidet Euch (nach reiflicher Überlegung!) gerne für eine pflegeleichte Mieze, seid Euch Eurer Verantwortung und der damit verbundenen Arbeit aber bewusst! Passt eine Katze in Euer Leben? Fahrt Ihr gerne und viel in den Urlaub – wohin mit der Katz‘? Mögt Ihr Katzenhaare überall – wirklich überall? Seid Ihr bereit, jeden –aber auch wirklich jeden- Tag das Katzenklo zu säubern? Und ist Euch klar, dass auch eine Samtpfote mal krank werden kann und zum Doktor muss? Ja, Katzen sind prinzipiell pflegeleicht, aber auch sie verursachen Kosten: Futter, Katzenstreu, Tierarzt, Urlaubsunterbringung etc.

Wenn also Eure Kinder sagen: „MAMA...PAPA...ICH HÄTTE SO GERN EIN HAUSTIER!“ macht Euch klar, dass Ihr es letztendlich seid, die das Tier zu umsorgen haben.

Bereit für einen Sofatiger? Kommt –selbstverständlich unverbindlich- vorbei (Im Moment fragt Euch bitte ein Rendezvous - gegenüber der 'alten' ?ffnungszeiten hat es sogar den Vorteil, dass wir uns individuell viel Zeit für Euch nehmen können). Wir beraten Euch, beantworten alle Eure Fragen und versuchen –gemeinsam mit Euch- die richtige Fellnase für Eure Lebenssituation zu finden! Unsere Internetseite ist immer auf dem neuesten Stand für eine Vorauswahl, ob jemand Euer Interesse findet. Wir versuchen nicht auf ‚Teufel-komm-raus‘ Euch eine Katze zu vermitteln. Wir möchten alle Beteiligten glücklich sehen. Wenn gerade nicht die richtige Mieze da ist, dann sagen wir Euch das auch!

Menschen können irren – wir auch! – und drum nehmen wir auch jedes Tier zurück, was letztendlich doch nicht Euren Erwartungen entspricht, denn manches Tier fühlt sich im neuen Zuhause einfach nicht wohl. Die Chemie stimmt nicht... Tiere nehmen viele Eindrücke über die Nase auf – und auch bei uns Menschen sagt manch einer: ich kann den und den nicht riechen... Verständlicherweise erhoffen wir, dass Ihr Eurem neuen Mitbewohner eine realistische Chance gebt und nicht gleich nach dem erste Fauchen oder Kratzen aufgebt. Dazu möchten wir betonen, dass wir die Adoptionskosten nicht zurückerstatten, solltet Ihr uns die Mieze zurückbringen, denn wir sind kein Haustierverleih!!

Unser Credo ist: ist der Mensch glücklich mit der vermittelten Katz‘, dann ist es Katz‘ ebenfalls und genau das ist unser Ziel. Wir möchten die uns anvertrauten Tiere gut und möglichst lebenslang unterbringen und wünschen uns von Euch Zweibeinern, dass Ihr zufrieden seid, dass Ihr beispielsweise noch nach Jahren zu uns sagt: Ihr habt mir zu dem genau richtigen Partner auf vier Pfoten geraten und zum Nachbarn sagt: Ihr sucht ein Haustier? Geht mal nach Dudelange, die beraten Euch ehrlich! (Viele positive Echos lassen uns vermuten, dass wir es bislang weitestgehend richtig gemacht haben!).

Drum bedenkt, wenn Eure Kinder sagen: „MAMA...PAPA...ICH HÄTTE SO GERN EIN HAUSTIER!“... grade nun in diesen Krisenzeiten.

Wir alle hoffen und wünschen, dass es irgendwann wieder eine 'geschäftige' Normalität gibt. Aber auch dann möchte Euer pelziger Kumpel nicht vernachlässigt werden!

PS: die rote Mieze auf unserem Foto ist ein 'Corona-Opfer' - ihre Menschen wurden beide mit der Ambulanz ins Krankenhaus eingeliefert. Wir wünschen ihnen baldige Genesung, damit sie ihre Samtpfote bald wieder in die Arme schliessen können!