"Geschwister sind wir nicht – auch wenn wir Ende 2022 gemeinsam ins Tierheim gekommen sind. Inzwischen hat sich gezeigt, dass wir zwar gerne Zeit miteinander verbringen, aber nicht mehr zwingend aufeinander angewiesen sind. Daher können wir gemeinsam oder auch getrennt in ein passendes Zuhause ziehen. Wir sind beide eher ruhige und vorsichtige Persönlichkeiten, die neuen Situationen zunächst mit Zurückhaltung begegnen. Yandra zieht sich gerne in ihren Kratzbaum zurück und beobachtet das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung. Mit etwas Geduld und ein paar Leckerlis lässt sie sich jedoch aus der Reserve locken. Ich, Yella, bin ebenfalls noch vorsichtig, zeige mich Menschen gegenüber aber schon etwas offener. Am liebsten entspanne ich in meiner Schaukel und genieße inzwischen auch sanfte Streicheleinheiten. Leckerlis gehören natürlich auch bei mir zu den besten Argumenten. Wir wünschen uns eine ruhige Familie mit Geduld und Einfühlungsvermögen, die unsere Bedürfnisse versteht und uns die Zeit gibt, in unserem eigenen Tempo anzukommen. Wer Verständnis für sensible Katzen mitbringt und sich über kleine Fortschritte freuen kann, wird erleben, wie nach und nach Vertrauen entsteht."
"Ich wurde gemeinsam mit meinem Partner Heng ins Tierheim gebracht. Während er inzwischen kleine Fortschritte macht, bin ich selbst noch nicht wirklich weitergekommen. Alles hier ist für mich nach wie vor sehr fremd und beängstigend. Menschen vertraue ich weiterhin nicht. Wenn mir jemand zu nahe kommt, reagiere ich deutlich : Ich fauche, spucke und setze auch meine Krallen ein, um Abstand zu schaffen. Ich halte lieber Distanz und beobachte alles aus sicherer Deckung, wo ich mich am wohlsten fühle. Ganz verloren bin ich aber nicht – Leckerli nehme ich inzwischen sehr gerne an. Das zeigt vielleicht, dass irgendwo tief in mir doch ein kleines bisschen Neugier steckt."